Umweltverträglich wirtschaften

Für eine nachhaltige und langfristige wirtschaftliche Entwicklung sind innovative Lösungen für weltweiten Umwelt- und Klimaschutz sowie Ressourceneffizienz entscheidend. Alle Unternehmen sowie Akteure von Infrastrukturvorhaben im Portfolio der DEG verpflichten sich, internationale Umwelt- und Sozialstandards einzuhalten bzw. einzuführen. Von Banken und Fonds erwartet die DEG, dass sie eigene Umwelt- und Sozialrisikomanagement-Systeme (USMS) implementieren und bei ihren Kunden potenzielle Umwelt- und Sozialrisiken adäquat managen.

82 % der direkten DEG-Kunden halten bereits internationale Umwelt- und Sozialstandards ein.

Die DEG baut ihre Beratungsleistungen stetig aus und unterstützt die Kunden gezielt bei der Erarbeitung von Transformationsprojekten und Transitionsplänen. Gleichzeitig fördert sie klimafreundliche Geschäftsmodelle, unterstützt Investitionen ihrer Kunden in Klimaadaptation und Resilienz und investiert in Senkenprojekte zur langfristigen Bindung von CO2.

Die durch die DEG finanzierten Unternehmen und Projekte haben einen Gesamtfußabdruck von 40 Mio. t CO2e pro Jahr. Darin enthalten sind Scope-1-Emissionen, also alle direkten Treibhausgasemissionen, etwa aus eigenen Anlagen oder Fahrzeugen, und Scope-2-Emissionen, die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie.

164 Mio. t CO2e pro Jahr beträgt der Gesamtfußabdruck der Unternehmen, die Kredite bei den durch die DEG finanzierten Finanzinstituten aufnehmen. Er umfasst die Scope-3.15-Emissionen. Hierbei handelt es sich um indirekte Treibhausgasemissionen, die durch die Aktivitäten der geförderten Unternehmen entstehen.

Eine wichtige Grundlage für wirksamen Klimaschutz ist eine solide Klima-Governance, d. h. klare Verantwortlichkeiten, Entscheidungsprozesse und Strukturen, die Unternehmen dabei unterstützen, Klimarisiken zu steuern und Klimaziele umzusetzen. Diese Governance wirkt je nach Kundengruppe unterschiedlich:

Banken können durch ihre Kreditvergabe und ihre Anlageentscheidungen gezielt umweltfreundliche Technologien und nachhaltige Praktiken fördern.

Unternehmen können signifikant zum Klimaschutz beitragen, indem sie ihre Produktionsprozesse und Lieferketten effizienter und klimafreundlicher gestalten. Klimaschutzmaßnahmen bieten Industrieunternehmen auch langfristige wirtschaftliche Vorteile, weil sie zu Effizienzsteigerungen beitragen können und Klimarisiken mindern.

Eine gute Klima-Governance in diesem Sinne haben 45 % der direkten DEG-Kunden.

26,1 TWh Strom aus erneuerbaren Energien:
eingesetzte Technologien (direkte Kunden)

Sowohl die direkt als auch die indirekt finanzierten Energieprojekte leisten einen substanziellen Beitrag zur Bereitstellung erneuerbarer Energie und zur Versorgung der Bevölkerung. Gleichzeitig gehen sie mit einer signifikanten Vermeidung von Treibhausgasemissionen einher. Damit tragen diese Engagements nicht nur zur Verbesserung des Zugangs zu nachhaltiger Energie bei, sondern leisten auch einen messbaren Beitrag zur Reduktion klimaschädlicher Emissionen und zur Erreichung internationaler Klima- und Entwicklungsziele.

Die von der DEG direkt finanzierten Energieversorgungsunternehmen und Betriebskraftwerke produzieren jährlich rund 26,1 TWh Strom aus erneuerbarer Energie und können aktuell über 37 Mio. Menschen versorgen.

Der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2), dem bedeutendsten Treibhausgas, wird dadurch um mehr als 14 Mio. t CO2 pro Jahr gemindert.

Zusätzlich produzieren die indirekt über Fonds finanzierten Unternehmen 8,9 TWh erneuerbare Energie und mindern den Ausstoß um weitere 6 Mio. t CO2 pro Jahr.

Nachhaltige Energieversorgung für kleine und mittlere Unternehmen

Name: Green Yellow
Investitionsvolumen (in USD): 28 Mio.

Region: Thailand und Vietnam
DERa-Kategorie: Umweltverträglich wirtschaften

Die Wirtschaft in Thailand und Vietnam wächst schnell – getragen von vielen kleinen und mittleren Unternehmen. Nutzen sie erneuerbare Energie, wird ihr Wachstum nachhaltiger und ihre Versorgung unabhängiger. Das französische Unternehmen Green Yellow ist in 15 Ländern weltweit in der Produktion von grünem Strom und für Energieeffizienzmaßnahmen engagiert und will auch in den beiden fernöstlichen Ländern vor allem lokale KMU damit versorgen. Produziert wird der grüne Strom dort mit Solarpaneelen auf Dächern sowie mit schwimmenden Anlagen.

Die DEG hat Green Yellow für sein Engagement in Vietnam und Thailand rund 28 Mio. USD Beteiligungskapital zur Verfügung gestellt. Mit der DEG-Beteiligung kann die Kapazität der betriebenen Solaranlagen auf 400 MWp (Megawatt-Peak) jährlich ausgebaut werden.

Das Vorhaben trägt zu den SDGs 7, 8 und 13 bei.

Die DERa-Kategorien