Effekte für lokale Gemeinden

Viele direkte Kunden der DEG engagieren sich zusätzlich freiwillig. Dieses gesellschaftliche Engagement ist besonders wichtig, da viele Gemeinden in Bereichen wie Bildung, Gesundheitsversorgung oder grundlegender Infrastruktur unzureichend versorgt sind. Der Großteil der DEG-Kunden trägt mit seinen Initiativen dazu bei, bestehende öffentliche Angebote zu ergänzen oder zusätzliche Impulse zu setzen. Sie leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der lokalen Gemeinschaften und zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Regionen.

88 % der direkten DEG-Kunden unterstützen gemeinnützige Projekte und stellten mehr als 350 Mio. EUR für die Förderung der lokalen Gemeinden zur Verfügung. Bei Bedarf berät die DEG ihre Kunden, wie diese ihr gesellschaftliches Engagement verbessern können.

Davon verfolgen 42 % eine besonders nachhaltige und strategische Vorgehensweise, zum Beispiel durch Bildungs- und Gesundheitsprogramme für lokale Gemeinschaften, Förderung lokaler Beschäftigung und Beschaffung sowie eine aktive Einbindung relevanter Stakeholder, etwa durch Benefit‑Sharing‑Modelle oder unternehmensverbundene Stiftungen.

Freiwilliges gesellschaftliches Engagement kann seine Wirkung jedoch nur dann voll entfalten, wenn es im Einklang mit einem verantwortungsvollen Umgang mit den potenziellen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die lokalen Gemeinden steht. Mögliche negative Effekte auf die Gesundheit und Sicherheit von Anwohnern gilt es zu vermeiden bzw. angemessen zu mitigieren. Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln setzt einen aktiven Dialog mit Anwohnern voraus, um deren Perspektiven zu verstehen. Die DEG verpflichtet ihre Kunden deshalb zu einem risikoadäquaten Anwohnermanagement inkl. Beschwerdemechanismus. Ein solches strukturiertes Beschwerdemanagement zeigt das Engagement einer Institution für Transparenz und verantwortungsvolles Geschäftsverhalten.

84 % der Unternehmen und Projektfinanzierungen im Portfolio der DEG haben ein den Umwelt- und Sozialstandards der DEG entsprechendes Anwohner-, Gesundheits- und Sicherheitsmanagement implementiert.

85 % der direkten DEG-Bestandsunternehmen haben ein Beschwerdemanagement eingeführt.

Bei 35 von insgesamt 226 finanzierten Unternehmen und Projektfinanzierungen waren ökonomische und/oder physische Umsiedlungen nicht vermeidbar. In solchen Fällen bewertet die DEG dies negativ im DERa, vereinbart vertraglich mit den Kunden Umsiedlungspläne im Einklang mit internationalen Standards und überwacht sie.

Bildung, Gesundheitsversorgung, Abfall- und Wassermanagement für lokale Gemeinden

Name: Dos Pinos
Investitionsvolumen (in USD): 50 Mio.

Region: Costa Rica
DERa-Kategorie: Effekte für lokale Gemeinden

Die 1947 gegründete Genossenschaft Dos Pinos ist das größte Molkereiunternehmen Costa Ricas und zählt zu den bedeutendsten Agrarbetrieben in Zentralamerika. Die Genossenschaft befindet sich im Besitz von rund 1.800 angeschlossenen Landwirten und Mitarbeitenden. Die meisten Mitglieder sind mittelständische lokale Landwirte mit durchschnittlich zehn Hektar Land. Insgesamt umfasst die Genossenschaft rund 5.000 Beschäftigte. Die Produkte von Dos Pinos findet man in Läden und Supermärkten überall in Zentralamerika und der Karibik. Als Arbeitgeber und Kooperationspartner schafft Dos Pinos lokales Einkommen und engagiert sich zudem für lokale Gemeinden. So hat das Unternehmen rund 500.000 EUR für die Bereiche Bildung, Gesundheit und nachhaltiges Abfallmanagement zur Verfügung gestellt.

Mit der DEG ist Dos Pinos seit vielen Jahren verbunden, zuletzt hat sie 2025 dem Unternehmen ein langfristiges Darlehen in Höhe von 50 Mio. USD bereitgestellt. Es ermöglicht den Ausbau der Produktionskapazitäten sowie der Kühl- und Distributionskette in Zentralamerika. Auch das DEG-Beratungsangebot wurde von Dos Pinos bereits umfassend genutzt, beispielsweise um die Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsprozesse und Logistik weiter zu steigern oder den Umgang mit Wasser zu verbessern. Auch das aktuelle Vorhaben wird von Beratungsangeboten flankiert, dabei geht es um den Aufbau des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Die Investition trägt zu den SDGs 8, 12 und 13 bei.

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